Einleitung

Lehrplan
Tagesablauf
Zahl der Lehrstunden
Was ist Yoga?
Bibliographie
Die Meister
Vorbereitungsseminare
Weiterbildung
Fortgeschrittene Yogalehrer-Ausbildung
Sadhana Intensiv Kurs
Ausbildungsorte in Europa
Tirol, Österreich
Orleans, Frankreich
Madrid, Spanien
Ustka, Polen
Vrindavan, Indien
Alle Ausbildungen,
alle Termine und Anmeldung


EINFÜHRUNG

Das in Indien verwurzelte Yoga ist eine lebendige Tradition mit vielen Organisationen in der ganzen Welt, die sich der Verbreitung der alten Weisheitslehren verschrieben haben. Die Organisation der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren ist eine von ihnen. Wegen ihrer hohen Standards der Unterrichtsmethoden, die von vielen anderen Organisationen und Lehrern übernommen wurden, istsie weltweit angesehen.

Yoga ist eine breite und weit reichende Wissenschaft, die viele verschiedene Pfade, Unterrichtsmethoden und Herangehensweisen umfasst. Die vier Hauptpfade des Yoga, die traditionell in Indien praktiziert werden, sind Raja-Yoga, Karma-Yoga, Bhakti-Yoga und Jnana-Yoga. (Das Praktizieren der Yoga-Stellungen (Asanas) gilt als ein Glied und damit als integrierender Teil des Raja-Yoga). Erfahrungen auf all diesen Yoga-Pfaden sind Grundvoraussetzung für einen traditionellen Yoga-Lehrer.

In der erste Hälfte des 20. Jahrhunderts stellten viele der großen Yogameister Indiens fest, dass der Westen die universelle Wissenschaft des Yoga brauche und auch bereit dafür sei. Swami Sivananda, Swami Vivekananda, Sri Aurobindo und Paramahamsa Yogananda sowie ihre Schüler waren die Hauptvertreter, die Yoga im Westen verbreiteten. Obwohl er Indien nie verlassen hatte, beeinflusste Swami Sivananda weltweit viele Tausende Menschen über seine Schriften (mehr als 300 Titel wurden veröffentlicht) und zog viele Menschen an, die nach Indien reisten, um Yoga bei ihm in Rishikesh am Fuße des Himalaya zu studieren. Sein erstaunlicher Briefverkehr diente jenen als persönliche Unterweisung, die nicht reisen konnten. Viele der bekannten Lehrer und Autoren des Yoga im Westen studierten direkt bei Swami Sivananda oder einem seiner engen Schüler. Deren Verdienst ist es auch, dass wir heute diese enorme Verbreitung von Yoga haben. Das Praktizieren von Yoga im Westen begann zu florieren, als Swami Sivananda einen seiner engsten Schüler, Swami Vishnudevananda, im Jahr 1957 in die USA sandte. Seine Mission war es, ein Unterrichtssystem zu verbreiten, das die vier Hauptpfade des Yoga umfasste. 1959 schuf Swami Vishnudevananda in den USA das erste der Sivananda Yoga Vedanta Zentren und in den 1970er Jahren gründete er das erste von vielen in Europa. Mit den Tausenden von Yogalehrern, die weltweit seit 1969 ausgebildet wurden, zählt die Organisation zu einer der wenigen in der Welt, die alle Aspekteder klassischen Lehren des integralen Yoga in ihrer Praxis beinhaltet.

Mit ihren acht Ashrams, mehr als 30 Zentren und noch viel mehr affiliierten Zentren rund um den Globus gelten die Sivananda Yoga Vedanta Zentren heute als die weltweit größte Yoga-Organisation. Die europäischen Zentren halten über die Ashrams und Zentren in Indien engen Kontakt mit den indischen Lehrern und Traditionen und fördern den Dialog mit anderen Organisationen. Die Unterrichtsprogramme werden laufend mit Studienzentren in Indien oder anderen internationalen Zentren verknüpft.

 

Unser Unterricht beinhaltet folgendes:

  • Raja- und Hatha-Yoga:. d.h. Asanas, Pranayama, Kriyas, Mudras, Bandhas, Konzentration und Meditation sowie das Studium und die Praxis des klassischen Raja-Yoga-Textes Die Yoga Sutren von Patanjali
  • Bhakti-Yoga: d.h. Mantra-Singen, Pujas und andere Rituale der Hingabe
  • Karma Yoga (selbstloser Dienst) durch die ehrenamtliche Arbeit aller Mitarbeiter und Schüler
  • Jnana-Yoga, basierend auf der klassischen Vedanta Philosophie des Weisen Sankaracharya
  • Das Studium der Bhagavad Gita ist von alllerhöchster Bedeutung, um ein Verständnis für die oben genannten Pfade zu erhalten

Der Unterricht basiert nicht nur auf Theorie, sondern betont die praktische Erfahrung – eng verbunden mit Swami Sivanandas Leitsatz „Ein Gramm Praxis ist mehr wert als Tonnen von Theorie“. Viele der Lehrer widmen ihr Leben dem Studium und der Praxis von Yoga, leben in der Organisation als Mitarbeiter, die dem weltlichen Leben entsagt haben oder als Swamis.

 

YOGA ALS DIREKTE ERFAHRUNG

1969 unterrichtete Swami Vishnudevananda die erste Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung (TTC) im Westen als Fortführung der Lehrgänge der Yoga Vedanta Forest Academy des Sivananda Ashrams in Rishikesh, Indien. Er war der erste im Westen, der ein Unterrichtsprogramm für Yogalehrer entwickelte. Er tat dies nicht nur um professionelle Yogalehrer auszubilden, sondern auch um ernsthaften Schülern die Fähigkeiten für eine persönliche Disziplin zu vermitteln und um die Schüler zu Instrumenten für den Frieden werden zu lassen.

In den vier intensiven Lehrgangswochen (401 angeleitete Stunden a 45 Minuten) erhält der Schüler eine gründliche Unterweisung in allen Aspekten der Praxis, Theorie und Philosophie des Yoga sowie eine direkte Erfahrung der Bewusstseinserweiterung. Der Lehrgang ermöglicht eine tiefgründige persönliche Erfahrung. Er basiert auf dem uralten gurukula Lernsystem, das das tägliche Leben des Schülers in die Yoga-Ausbildung mit einbezieht. Der Schüler ist der allumfassenden Erfahrung des Yoga ausgesetzt und kann an ihr teilhaben – eine Erfahrung, die er als Lehrer anschließend seinen Schülern weitergeben kann.

Der direkte Kontakt mit erfahrenen Lehrern erhebt das begrenzte Bewusstseins des Schülers und ist außerordentlich wichtig während des Kurses. Der TTC wird von Yoga Acharyas unterrichtet, die von Swami Vishnudevananda ernannt wurden, und eingeweihten Nachfolgern von Swami Sivananda. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmer das Zertifikat der Yoga Vedanta Forest Academy in Rishikesh im Himalaya und des Hauptsitzes der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Val Morin, Kanada. Der Titel eines TTC-Absolventen lautet Yoga Siromani, was soviel bedeutet wie Kronjuwel des Yoga, für einen Absolventen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung (ATTC) lautet der Titel Yoga Acharya, was Yoga-Meister bedeutet.

Der Kurs wird seit 1969 weltweit kontinuierlich angeboten. Die Atmosphäre an den Ausbildungsorten ist gekennzeichnet durch allgemeinen Respekt und unterstützt den reinen Yoga-Unterricht, Lehrer und Schüler. Die Ruhe und Stille des Ashrams ermöglichen den Schülern sich der Yoga-Praxis zu öffnen. Frauen und Männer kommen aus allen Teilen der Welt, um an dem Lehrgang teilzunehmen. Unterrichtssprache ist Englisch mit Simultan-Übersetzungen in europäische Sprachen sowie ins Hebräische, Japanische, Hindi und Malayalam. Der Lehrgang wird durch international bekannte Gast-Sprecher unterstützt, die auf mit Yoga verwandten Gebieten tätig sind.

 

VORAUSSETZUNG FÜR DEN KURS

Es wird erwartet, dass sich der Schüler mit den Yoga-Grundstellungen und den Grundzügen der Yoga-Philosophie vertraut gemacht hat, bevor er sich für den Lehrgang einschreibt. In allen Zentren gibt es regelmäßig Veranstaltungen, die über die Ausbildung informieren.

Die Yoga-Praxis und vor allem das Unterrichten von Yoga erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Reinheit. Das geregelte Leben in einem Ashram unterstützt dies durch:

  • Verzicht auf Fleisch, Fisch, Eier, Knoblauch, Zwiebeln, Alkohol, Nikotin und Drogen
  • Verpflichtende Teilnahme an jedem Unterricht und allen Veranstaltungen
  • Gehorsamkeit gegenüber den Anweisungen des Lehrers
  • Einhaltung der Regeln den Ashrams
  • Die Missachtung der Ashram-Regeln kann zum Ausschluss aus dem Kurs führen.

 



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Tel. + 43 (0) 5 35 66 74 04 • Bichlach 40 • 6370 Reith bei Kitzbühel • Österreich • tyrol@sivananda.net

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